Leistungsgerechtes Remis der Ersten++Reserve mit bitterer Niederlage
Gianluca Consiglio, 20.04.2026
Leistungsgerechtes Remis nach unterschiedlichen Halbzeiten
Der TSV Hertingshausen hat sich beim TSV Wolfsanger einen Punkt erarbeitet, der am Ende aus Sicht beider Mannschaften in Ordnung geht. In einer Partie mit klar verteilten Spielanteilen gehörte die erste Halbzeit den Gastgebern, während Hertingshausen im zweiten Durchgang das Geschehen bestimmte. Chancen gab es auf beiden Seiten – doch am Ende blieb es beim 1:1‑Unentschieden.
Die Begegnung begann aus Sicht des TSV alles andere als optimal. Wolfsanger erwischte den deutlich besseren Start, agierte aggressiv und setzte Hertingshausen früh unter Druck. Bereits nach fünf Minuten nutzten die Gastgeber ihre erste gefährliche Aktion: Nach einem langen Ball in die Tiefe und gutem Nachrücken der schnellen Außenspieler fiel das 1:0.
Wolfsanger blieb anschließend die spielbestimmende Mannschaft. Vor allem mit hohen Bällen hinter die Abwehr und über die Flügel sorgten die Gastgeber immer wieder für Gefahr. Mehrfach lag das 2:0 in der Luft, doch Hertingshausen konnte sich in dieser Phase auf Schlussmann Justin Krümmel verlassen, der mit mehreren starken Paraden einen höheren Rückstand verhinderte und insgesamt erneut eine sehr überzeugende Leistung zeigte.
Erst gegen Ende der ersten Halbzeit kam der TSV besser in die Partie. Die Gäste stabilisierten sich, führten die Zweikämpfe entschlossener und kamen nun auch offensiv zu klareren Aktionen. In der 40. Minute folgte die Belohnung: Tim Kraus setzte einen schnellen Gegenangriff konsequent um und erzielte den 1:1‑Ausgleich, der dem TSV sichtlich Auftrieb gab.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich dann ein anderes Bild. Hertingshausen übernahm mehr die Spielkontrolle, ließ Ball und Gegner laufen und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten zur Führung. Wolfsanger zog sich etwas zurück und lauerte auf Konter, blieb dabei jedoch weniger zwingend als noch im ersten Durchgang.
Auch der TSV ließ die ganz große Konsequenz im Abschluss vermissen, sodass klare Chancen ungenutzt blieben. Wie zuvor die Gastgeber, hätten sich nun die Hertingshäuser ärgern können, nicht noch ein Tor nachgelegt zu haben. Beide Mannschaften lieferten sich bis zum Abpfiff ein offenes, aber faires Duell, in dem kein Team den entscheidenden Treffer mehr setzen konnte.
Fazit
Das 1:1‑Unentschieden ist leistungsgerecht. Wolfsanger war in der ersten Halbzeit die gefährlichere Mannschaft und hätte höher führen können, während Hertingshausen im zweiten Durchgang klar die besseren Spielanteile hatte und ebenfalls Chancen auf den Sieg besaß. Beide Teams hatten ihre starken Phasen – und beide mussten sich am Ende mit einem Punkt zufriedengeben. Für den TSV Hertingshausen bleibt ein ordentlicher Auftritt, auf dem sich aufbauen lässt.
Später Nackenschlag besiegelt bittere Niederlage – TSV Hertingshausen II unterliegt in Landwehrhagen
Die Reserve hat am vergangenen Sonntag bei der SG Landwehrhagen/Benterode II eine äußerst bittere Niederlage hinnehmen müssen. Nach einer starken zweiten Halbzeit, dem verdienten Ausgleich und guten Möglichkeiten auf den Siegtreffer entschied am Ende ein Foulelfmeter kurz vor Schluss zugunsten der Gastgeber die Partie – ein Ergebnis, das dem Spielverlauf besonders nach dem Seitenwechsel nicht gerecht wurde.
Der TSV erwischte einen denkbar schlechten Start in die Begegnung. In den ersten 20 Minuten wirkte die Defensive unkonzentriert, Abstimmungen griffen nicht, und einfache Fehler wurden vom Gastgeber konsequent bestraft. Bereits früh lag Hertingshausen mit 0:1 zurück, wenig später folgte nach erneut schläfrigem Verhalten auch noch das 0:2.
Erst nach dieser Anfangsphase begann der TSV, sich langsam zu stabilisieren. Das Spiel wurde strukturierter, Zweikämpfe wurden besser angenommen und die Gäste kamen häufiger in die gegnerische Hälfte. Noch vor der Pause belohnte sich Hertingshausen für die steigende Präsenz:
Mario del Colle nutzte eine Unordnung in der Defensive der SG Landwehrhagen/Benterode II und erzielte den wichtigen Anschlusstreffer zum 1:2 – ein Treffer, der dem TSV neues Leben einhauchte.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Hertingshäuser deutlich besser. Mit deutlich mehr Tempo, Mut und Ordnung übernahm der TSV zunehmend die Kontrolle. Die Situation wurde zusätzlich begünstigt, als der Gastgeber einen Platzverweis hinnehmen musste und somit über eine halbe Stunde in Unterzahl agieren musste.
Hertingshausen nutzte die personelle Überlegenheit geschickt aus, verlagerte das Spiel fast vollständig in die gegnerische Hälfte und erspielte sich Chancen. Der Druck wuchs – und wurde schließlich belohnt. Rund 20 Minuten vor dem Ende traf Rückkehrer Michael Schmidt zum hochverdienten 2:2‑Ausgleich.
In der Schlussphase hatte der TSV sogar Möglichkeiten, das Spiel komplett zu drehen. Doch wie so oft in dieser Saison fehlte in den entscheidenden Momenten die letzte Konsequenz und Entscheidungsfreude im Abschluss. Stattdessen kam es kurz vor dem Abpfiff zu der Szene, die das Spiel entschied:
Nach ungeschicktem Abwehrverhalten entschied der Unparteiische auf Foulelfmeter für die Gastgeber, den diese anschließend zum 3:2‑Siegtreffer verwandelten.
Die Enttäuschung auf Seiten des TSV war groß – und absolut nachvollziehbar.
Fazit
Diese Niederlage ist für den TSV Hertingshausen II besonders bitter. Nach schwacher Anfangsphase kämpfte sich die Mannschaft eindrucksvoll zurück, dominierte die zweite Halbzeit, erzielte den verdienten Ausgleich in Unterzahl des Gegners und hatte sogar Chancen auf den Sieg. Mindestens ein Punkt wäre an diesem Tag verdient gewesen, speziell auf Grundlage der zweiten 45 Minuten.
Doch erneut scheiterte der TSV weniger am Gegner als an sich selbst: Unkonzentrierte Startphase, fehlende Konsequenz im Abschluss und ein unnötiger Strafstoß in der Schlussminute entschieden die Partie. Es bleibt die Erkenntnis, dass die Leistung stimmt – die Erträge aber noch zu selten auf der Anzeigetafel stehen.