Reitze- Elf hadert mit der Nachspielzeit
Toni Heist, 26.08.2017
Machte mächtig Betrieb und belohnte sich mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1.. Martin Witkowski (Mi.)
In einer umkämpften Partie verpassten die Hausherren erneut nur knapp eine Überraschung, während der Titelaspirant weiterhin ungeschlagen bleibt. Gestützt auf eine starke Abwehrleistung, bei der sich Christian Döhne und Fabian Reitze Bestnoten verdienten, hatten die Gastgeber den Favoriten am Rande einer Niederlage. Doch erneut musste man in der Nachspielzeit den entscheidenden Gegentreffer hinnehmen als ein direkter Freistoß aus ca. 18 Metern seinen Weg ins Ziel fand. Zu diesem Zeitpunkt stand der bis dahin überragende TSV Schlussmann Dennis Nachbar, der in der 70. Minute verletzungsbedingt passen musste, nicht mehr in seinem Kasten. Für Philipp Groß, der in den letzten 20 Minuten im Tor stand und seine Sache gut machte, gab es da nichts zu retten.
Die favorisierten Gäste gingen in der 8. Minute durch einen Distanzschuss in Führung und taten sich in der Folge, trotz mehr Ballbesitz, schwer zum Abschluss zu kommen. Aber auch den Hausherren fehlte es ohne Spielmacher Martin Pierog an Ideen im Offensivbereich. So war Youngster Martin Wittkowski oft auf sich allein gestellt und am Ende war es auch kein Zufall das es der Nachwuchsspieler war der in der 30. Minute einen riesen Abwehrfehler der Gäste zum Ausgleich nutzen konnte. Klasse gemacht!
Zwar drückten die Gäste nun mehr aufs Tempo, durchdachte Aktionen waren aber eher Mangelware. So musste eine Kuriosität herhalten um die Kasseler erneut in Führung zu bringen. Bei einem schnell ausgeführten Angriff der „Sportianer“ übersah der ansonsten gut leitende Unparteiische das Fahnenzeichen des Linienrichters, der den Ball klar im Seitenaus erklärte und auch so auch anzeigte. Die dadurch entstehende Verwirrung und einhergehende Unordnung in der TSV Defensive nutzen die Sportianer glücklich, aber auch irgendwie clever. Zu allem Überfluss fiel der Treffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit (45.+2)
Aber die Hausherren hatten die passende Antwort parat. Nach feiner Vorarbeit vom erstmals eingesetzten Neuzugang Joel Althans und Max Alter setzte sich „Rapha“ Kesting energisch gegen zwei Gegenspieler durch und hämmerte den Ball zum viel umjubelten Ausgleich aus 12 Metern Entfernung unter die Latte. (47.) Im weiteren Verlauf der Partie, die nun auch im Zweikampfverhalten an Intensität zunahm, boten sich beiden Teams Gelegenheiten zur Führung. Die Hausherren hätten dabei einer alten Fußballweisheit Nahrung schenken können, denn während sich die Gäste im Auslassen bester Chancen gegenseitig überboten, hätte Max Alter in der 85. Minute nur den völlig blank stehenden Joel Althans bedienen müssen statt selbst abzuschließen. Aber wie sagte ein ehemals großer Fußballer noch vor kurzem? „wäre, wäre, Fahrradkette“. So kam es dann wie es kommen musste…in der 93. Minute summierte sich die Spielentscheidente Szene. Ein Fehlpass im Mittelfeld der den Gast in Ballbesitz brachte, ein Foulspiel das berechtigt aber nicht unbedingt nötig war und zum Abschluss ein Freistoßtreffer ins Torwarteck über den wohl Dennis Nachbar gelächelt hätte,für „Aushilfskeeper“ „Fipsi“ Groß aber unerreichbar war. Einen Vorwurf gab es an dieser Stelle deshab auch von niemandem. Wie gesagt…“wäre, wäre“….
Fazit: Ein erneut unglücklicher Punktverlust gegen ein Spitzenteam der Liga sollte dem Reitze Team trotzdem für die folgenden Aufgaben Selbstvertrauen geben. Vergisst man dabei nicht die Konzentration bis zum Schlusspfiff hochzuhalten dürfte das nächste Erfolgserlebnis nicht lange auf sich warten lassen.